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Martha’s Vineyard – Eine Reise in die Geschichte

02/06/2014 • Travel Blog

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Für die einen ist Marthas Vineyard einer der exklusivsten Ferienorte vor der Ostküste der Vereinigten Staaten, für die anderen ein Ort, an dem die Zeit still geblieben zu sein scheint. Wer Shopping, Nachtleben und Unterhaltung sucht, sollte lieber nicht auf die kleine Insel, die sich über 260 Quadratmeter erstreckt und nur 16500 Einwohner hat.

 

IFUrsprünglich gab Bartholomew Gosnold einer der kleineren Inseln im Süden von Marthas Vineyard diesen Namen. Später wurde der Name einfach auf die größte Insel übertragen. Auf Marthas Vineyard lebten bis zu diesem Zeitpunkt die indianischen Ureinwohner, die Wampanoag. 1642 betrug ihre Einwohnerzahl circa 3000. Zweiundzwanzig Jahre später waren es nur noch 300. Es wird angenommen, dass die Insel nach der Tochter des Entdeckers benannt ist, die in jungen Jahren starb.

IFVineyard – der Weinberg – wurde die Insel genannt, weil man hier viele wilde Weinreben fand. Auf den beiden Hauptinseln, Marthas Vineyard und Chappaquiddick wird Wein angebaut. Die Wampanoag Indianer haben heute im Südwesten der Insel ein eigenes Reservat und sind seit 1987 bundesstaatlich als Federally recognized Tribe anerkannt. Ihr Verwaltungssitz ist Aquinnah, was in der Sprache der Wampanoag Land unter dem Hügel bedeutet, das frühere Gay Head. Der Stamm umfasst circa 1200 Mitglieder und erstreckt sich auf 2 Quadratkilometer. Ein Mitglied des Stammes war im Übrigen der erste Indianer, der einen Abschluss in Harvard erhielt.

 

Von der Walfangstation zur mondänen Sommerresidenz

DSC01493Im 19. Jahrhundert wurde die Insel als Walfangstation bekannt und es etablierte sich eine stabile Wirtschaft rund um Tran und Fett, die als Lampenöl weiterverarbeitet wurden. Die Entdeckung von Petroleum in Pennsylvania am Ende der 19. Jahrhundert ließ diesen Wirtschaftszweig jedoch einbrechen. Jedoch begann sich bereits wenige Jahre später Marthas Vineyard als Sommersitz der reichen Bostoner Oberschicht zu entwickeln. William H. Hart gründete Hartheaven. IFHier findet man die für die Insel typischen Sommerhäuser. In Oak Bluffs an der Nordspitze der Insel kann man sich in die gute alte viktorianische Zeit zurückversetzen lassen. Kleine Straßen führen durch Reihen mit Zuckergusshäusern, die wie aus dem Märchen geholt wirken. Diese Pfefferkuchenhäuser sehen zwar wie aus einer anderen Zeit aus, sind im Inneren aber mit allen Annehmlichkeiten eingerichtet. Die Sommermiete für eine Woche beginnt bei circa 2000 Dollar und hat nach oben fast keine Grenzen. In Oak Bluffs steht auch das älteste noch funktionierende Pferdekarussell. Seit 130 Jahren fährt es im Kreis. In der Mitte sind kleine Ringe an Haken angebracht, die man mit einem Stock angelt. Wer den Letzten erwischt, bekommt eine Freifahrt. Wer noch tiefer in die viktorianische Zeit eintauchen möchte, kann das im Cottage Museum. Hier sieht man, wie die Menschen im 18. Jahrhundert gelebt haben. Außerdem werden geführte Spaziergänge durch Oak Bluffs angeboten.

 

Oak Bluffs und Edgartown – Kleinstadtleben hautnah erleben

IFIn Oak Bluffs befindet sich auch einer der beliebtesten Strände von Marthas Vineyard, der Inkwell – das Tintenfass. Dieser Strand hat seinen Namen nicht von ungefähr. Auch die afroamerikanische Oberschicht aus Boston und New York hatte Marthas Vineyard für sich entdeckt und dieser Strand war sozusagen ihr Strand. In Oak Bluffs gibt es außerdem in jedem Jahr im August die Gran Illumination Night, in der der ganze Ort mit japanischen und chinesischen Laternen geschmückt wird. Dazu kommen Handarbeitsmärkte, Sommerkino und vieles mehr. Trotzdem bekommt man nie den Eindruck der hektischen Betriebsamkeit. In Oak Bluffs scheint die Zeit still geblieben zu sein. Im Süden der Insel befindet sich der andere größere Ort von Marthas Vineyard – Edgartown. Hier befindet sich das Marthas Vineyard Museum mit einer Ausstellung des typischen Lebens des 17. und 18. Jahrhunderts. Und auch den kulinarischen Höhepunkt der Insel sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Lobster Rolls sind weiche weiße Brötchen, die mit Hummerfleisch und viel Mayonnaise gefüllt sind.

 

DSC01536Einen Tag in die Geschichte reisen

Marthas Vineyard in nur einem Tag zu entdecken, wird sicher schwierig sein. Aber man erhält zumindest einen ersten Überblick und macht seine ganz persönliche Reise in die Geschichte. Dafür werden Tagesausflüge angeboten, in denen es mit Minibussen und einem lokalen Guide zu den wichtigsten Stellen geht. Und mit ein wenig Glück kann man hier auch der Prominenz über den Weg laufen. Denn noch heute ist Martha´s Vineyard Sommersitz der amerikanischen Stars und Sternchen und wird nicht ohne Grund Hollywood des Ostens genannt.


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