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Auf dem zweithöchsten Gebäude der Erde – Tokyo Sky Tree

28.06.2015 • Roadtrip Japan, Travel Blog


Zwei große Türme ermöglichen einen fantastischen Blick auf die größte Metropolregion der Welt – Tokyo. Neben dem Tokyo Tower ist es der noch neue, erst am 22. Mai 2012 eröffnete Tokyo Sky Tree, der das zweithöchste Gebäude der Welt ist und der weltweit höchste Fernsehturm. Report der Turmbesteigung.

 

Mehr zum Thema Japan: http://justferries.de/japan

 

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Der Tokyo Sky Tree beginnt am Boden. Das meine ich nicht nur im Sinne des Wortes. Die Anlage rund um den 634 Meter hohen Turm ist großzügig gestaltet. Die Japaner mögen große Einkaufscenter und der Sky Tree ist in seiner Basis ein solches. Große Rolltreppen führen nach oben und wohin man auch blickt sieht man Läden verschiedenster Art.

Ich entscheide mich zunächst, den Turm von außen zu betrachten. Man muss ein Stück laufen, um ihn in voller Pracht sehen zu können. Ein Kanal führt an seinem Fuße vorbei und und bildet mit seiner Bepflanzung, Wasserfontänen und und Brücken ein schönes Ambiente. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf den Tower.

DSC09914Zurück im Gebäudekomplex des Tokyo Sky Tree ist zunächst alles etwas verwirrend, aber Japan-typisch gut gekennzeichnet. Tickets für die Fahrt nach oben gibt es im 4. Stockwerk. Wie auch bei anderen großen Gebäuden dieser Welt (z. B. dem Empire State Building in New York) muss man sich auf lange Wartezeiten gefasst machen, denn hunderte von Menschen täglich wollen den Blick von oben genießen. Eine vorzeitige Online-Buchung hätte ich bevorzugt, doch war diese (ebenfalls japan-typisch) nur für Japaner möglich. So schwante mir Böses, als ich im 4. Stockwerk die Menschenmasse sah, die nach oben wollte.

DCIM100GOPROG0822173.Was wirklich klasse ist, sind die vielen Mitarbeiter, die gerne und immer weiterhelfen. Schnell erfährt der internationale Gast, welche Möglichkeiten es gibt, um nach oben zu kommen: Die “japanische” Warteschlange (die ich zuerst ausmachte) zum Normalpreis, Wartezeit rund 90 bis 120 Minuten bis zum Fahrstuhl auf das 350-Meter-Aussichtsdeck. Oder die ausschließlich internationalen Besuchern vorbehaltene Express-Möglichkeit. Richtig gelesen, diese steht nicht den Japanern zur Verfügung. Man versuche so etwas mal bei uns in Deutschland…

DSC09971Die Express-Möglichkeit (“Fast-Sky-Tree-Ticket”) beschert mir eine Wartezeit von ca. 10 Minuten und kostet 2820 Yen (rund 20 Euro). Vor den Aufzügen findet eine Security-Kontrolle der Habseligkeiten statt, sehr freundlich und höflich. Zahlreiche Mitarbeiterinnen verkürzen die Wartezeit am Aufzug durch Infos zum Turm, die sie munter in die Menge quatschen. Sie sorgen auch für den reibungslosen Ablauf der einsteigenden Menschen. Bevor die Tür des Aufzugs schließt, verbeugen sie sich tief vor den Besuchern.

Die Fahrt nach oben geht schnell und man erkennt nicht nur anhand der rasenden Meterangaben die immer größer werdende Höhe, sondern spürt den Druck in den Ohren. Es ist etwas unheimlich, unter sich 350 Meter Fahrstuhlschacht zu wissen, als man oben im Tembo-Deck aussteigt.

DSC09951Das Tembo-Deck besteht aus mehreren Ebenen und beinhaltet neben sehr guten Aussichtsmöglichkeiten auf Tokyo Gastronomiemöglichkeiten. Wer hier oben jemals stand und auf diese Wahnsinnsstadt geblickt hat, wird es nicht missen wollen.

Es geht aber noch höher hinaus. Auf 450 Metern ist die Tembo-Galleria. Tickets dafür kosten noch einmal 1030 Yen, was ungefähr 7 Euro entspricht. Es lohnt sich auf alle Fälle, zwar gibt es hier keine Expressmöglichkeit mehr, doch ist die Wartezeit mit 10 bis 15 Minuten erträglich. Der Fahrstuhl nach oben bietet durch Fensterscheiben den Blick zur Seite und nach oben. So kann man nicht nur spüren, sondern sehen, mit welch Geschwindigkeit die nächsten 100 Meter überwunden werden.

Ich empfehle die Anreise per Bahn. Der Bahnhof Oshiage ist direkt an den Sky Tree angeschlossen und verhindert Parkplatzsuche und Autofahrstress. Problematisch könnte allerdings, wie an vielen Stationen in Tokyo, der Kauf eines Tickets sein, denn englische Beschriftungen sind spärlich gesät. Ein Mitarbeiter half weiter, in dem er mir zeigte, auf welche japanisch ausgezeichnete Taste ich für das richtige Ticket drücken solle.

 

 

 

         

 

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