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Reiseerlebnis QUEEN MARY – Teil 1: Auf nach Long Beach!

16.08.2014 • QUEEN MARY, Travel Blog


Die QUEEN MARY befindet sich in Long Beach, Kalifornien, einer Stadt, die wie manch andere auch nahtlos in Los Angeles übergeht. Seit 1967 liegt das 1936 in Dienst gestellte Schiff dort als Museum, Hotel und Veranstaltungsort. Ich ging an Bord und schaute mir das Schiff samt Hotel einmal näher an. Das positive Fazit: wahnsinnig gut! Das war nicht das letzte Mal.

 

         

 

IFNach endloser Warterei auf einen Mietwagen am Flughafen von Los Angeles – ich habe noch nie eine so lange Schlange bei einem Mietwagenverleih erlebt (2 Stunden Wartezeit) – ging es über den San Diego Freeway und den Harbor Freeway gen Süden, Richtung Long Beach. Die Anreise zur QUEEN MARY ist unproblematisch, sieht man einmal vom teilweise wahnwitzigen Verkehr auf den Freeways ab. Die Ausschilderung ist sehr gut und als ich erstmals die drei roten Schornsteine des Ozeanriesen sah, wurde mir warm ums Herz. Fantastisch, es macht Spaß, diesen Moment auf sich wirken zu lassen.

IFDie Hotelbuchung wurde vorher über das Internet vorgenommen. Eine Suite, nicht die preiswerteste, aber auch nicht die teuerste. Im Preis inbegriffen ist der Parkplatz, was gut ist. Morgens ist hier noch nicht viel los, was sich im Laufe des Tages ändert. Trotzdem sollte man hier gut und schnell Plätze finden.

Der Zutritt zur QUEEN MARY ist natürlich kostenlos, wenn man eine Kabine gebucht hat. Derzeit bietet das Hotel auf der QUEEN MARY 355 Zimmer, davon neun Suiten und 346 Kabinen der ehemaligen First Class. Diese Räume sind nach wie vor im Art Deco-Stil der 30er Jahre erhalten, bieten aber jeglichen modernen Komfort eines Luxushotels, zum Beispiel Klimaanlage, Flachbild-Fernseher, Föns, Bügeleisen, W-Lan und Docking Stationen für iPods.

IFDerzeit gibt es für Hotelgäste drei Restaurants und drei Cafes in verschiedenen Preisklassen. Dazu bietet das Queen Mary Spa auf dem Hauptdeck täglich außer Montags ein personalisiertes Verwöhnprogramm. Auch Shoppen kann man auf der QUEEN MARY, zwölf verschiedene Boutiquen bieten alles von Mode bis zu Souvenirs und Sammlerobjekten. Ein Großteil des Hotels ist mittlerweile behindertengerecht ausgebaut.

IFZur Erkundung des Schiffs eignen sich die geführten Touren zu verschiedenen Themen. Es gibt jeden Tag Touren, die sich mit der wechselhaften Geschichte des Luxusliners sowohl als Transatlantikliner als auch als Militärschiff im Zweiten Weltkrieg beschäftigen ebenso wie Touren mit Fokus auf die Geistererscheinungen und paranormalen Phänomene, zu denen es kommt, seit die QUEEN MARY in Long Beach liegt. Dazu werden spezielle kindgerechte Führungen für die ganze Familie angeboten. Für Besucher, die das Schiff lieber auf eigene Faust erkunden, werden Headsets mit Audio-Touren bereitgehalten. Ab einer Gruppengröße von 15 Personen können sogar personalisierte Touren ganz nach den eigenen Interessen der Gäste zusammengestellt werden.

Ich zog die Erkundung auf eigene Faust den doch teilweise vollen Führungen vor. So gab es weder Wartezeiten noch langes Herumstehen. Viele Bereiche sind geöffnet, aber in manche Abteilungen des Schiffes kommt man auch nicht hinein.

Die Entdeckung der QUEEN MARY macht Spaß. Und so hat der Fotoapparat Schwerstarbeit zu tun. Bei mir wurden es mehr als tausend.

Meine persönliche Tour in ausgewählten Bildern sind in folgenden Galerien zu finden:

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Galerie: Außenansichten

Will man das Schiff in ganzer Größe auf den Chip bekommen, so fährt man ans gegenüberliegende Ufer nach Long Beach.

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Galerie: Brücke und Bereich dahinter

Einer der schönsten Ausstellungsräume an Bord. Am Tage durchgehend geöffnet. Mit etwas Glück steht man auch mal ganz allein auf ihr.

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Galerie: Maschinenräume

Ein kleiner Teil der Maschinenräume ist für Besucher noch geöffnet. Im aktiven Dienst war alles viel größer, aber man bekommt einen Eindruck davon, wie es hier unten gewesen sein muss inkl. Soundkulisse aus Lautsprechern.

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Galerie: Sportdeck

Schönste Farbspiele ergeben sich, wenn blauer Himmel, weiße Aufbauten und schwarz-rote Schornsteine aufeinandertreffen.

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Galerie: Sonnendeck

Führt einmal um das Schiff herum, am Ende hat man mehr als einen halben Kilometer hinter sich.

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Galerie: Promenadendeck

Einer meiner Lieblingsorte auf dem Schiff. Wie muss es hier gewesen sein, als das Schiff noch über den Atlantik fuhr?

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Galerie: Vorschiff

Hier ergeben sich schöne Perspektiven auf die Aufbautenfront des Liners.

 

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Galerie: Heck

Hier kann man Fußballspielen, so groß ist das Poopdeck.

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Galerie: Deck A

Gepflegter Art-Deco-Stil. Hier befindet sich u. a. die Rezeption zum Einchecken.

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Galerie: Deck B

Gänge, Kabinen… Hier kann man weit laufen.

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Galerie: Deck M

Auf jedem Deck gibt es immer wieder Details zu entdecken, so auch auf dem M-Deck.

 

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Galerie: Abends

Einen ausgedehnten Abend auf der QUEEN MARY sollte man keinesfalls verpassen. Über Deck schlendern oder etwas trinken… Wer hier ohne gute Laune weggeht, hat was falsch gemacht.

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Galerie: Ausstellung

Meine Highlights waren die großen Schnittmodelle der NORMANDIE, TITANIC und LUSITANIA.

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Galerie: Propellerbox

Von außen sieht die Box nicht gerade passend aus, aber die Idee ist sehr gut. Blick auf den letzten der einstmals vier Propeller des Schiffes.

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Galerie: Kabine

Man kann es hier aushalten, aber die Preise sind nicht ohne. Einmal Luxusliner, immer Luxusliner, wenngleich mit dem Komfort heutiger Kreuzfahrtschiffe nicht vergleichbar.

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Galerie: Seaport

Rund um die QUEEN MARY befindet sich der Seaport. Auch beginnen hier die Kreuzfahrten von Carnival Cruise Line Richtung Mexico.

Im Museumsbereich der QUEEN MARY gibt es mehrere Dauerausstellungen zur Geschichte des Schiffs, zum Beispiel seine Rolle im Zweiten Weltkrieg. Dazu kommen wechselnde Wanderausstellungen mit Bezug zur Schifffahrt. Außerdem ist die QUEEN MARY ein beliebter Veranstaltungsort für Galadinners, Konzerte und Theater. Jeden Sommer findet an Deck eine Konzertreihe mit bekannten Musikern statt, 2013 spielte zum Beispiel Hugh Laurie mit seiner Jazzband. Besonders beliebt bei amerikanischen Touristen ist das jährlich wiederkehrende schottische Festival.

Auch für private Feiern und Veranstaltungen kann die QUEEN MARY gebucht werden. So ist sie ein beliebter Ort für Hochzeitsfeiern, wobei sowohl auf dem Oberdeck mit Blick aufs Meer oder in der Schiffskapelle auf dem Promenadendeck geheiratet werden kann. Für das anschließende Bankett stehen diverse Möglichkeiten bis hin zum Luxusrestaurant der First Class offen.

IFWenn man schon mal auf der QUEEN MARY ist, bietet sich auch ein Besuch der Stadt Long Beach an. Einst nur für seinen Strand berühmt, ist die Stadt heute einer der beliebtesten Vororte von Los Angeles. Mit einem Fahrrad aus dem Verleih an Bord der QUEEN MARY kann man die Stadt wunderbar erkunden und die Aussicht von den Hügeln auf den Pazifik genießen. Die Strandpromenade The Pike bietet Bars, Cafes und sogar ein Riesenrad. Besonders bekannt ist der Laugh Factory Comedy Club, in dem viele Hollywoodstars ihre Karrieren begonnen haben. Auch nach Hollywood selbst kann man vom Hotel QUEEN MARY aus Tagestouren unternehmen und sich zum Beispiel die berühmten Filmstudios und Kulissen ansehen. Die Freizeitparks Disneyland und California Adventure sind mit dem Auto von Long Beach aus gut erreichbar. Will man dem Trubel der Touristenattraktionen eine Weile lang entfliehen, empfiehlt sich ein Abstecher nach Orange County, wo mehr als 60 km Sandstrand Entspannung pur bieten. Ein besonderes Highlight eines jeden Aufenthalts in Long Beach sind die Walbeobachtungstouren, zu deren Ausgangspunkt im Hafen man vom Hotel aus zu Fuß gehen kann.

Ein Highlight sind die Abende an Bord. Ich spreche nun nicht von den zahlreichen Hochzeiten, sondern den Farben und Lichtern. Egal ob man über Deck geht und die Sonne untergeht, man an Land schlendert oder sich ganz einfach in einen der an Deck stehenden Liegestühle setzt, es setzt dem ohnehin unvergesslichen Besuch die Krone auf.

Zu Teil 2: Reiseerlebnis QUEEN MARY – Geschichte zum Anfassen

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