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Mit GIROLATA von Marseille nach Ajaccio (Korsika)

21/07/2015 • Ferry Crossings, Mediterranean Sea, Seereisen, Travel Blog


Es ist der Nachmittag des 9. Juli 2015. Später als geplant ist unser Flugzeug am Flughafen Nizza gelandet. Probleme bei der Mietwagenübernahme führen zusätzlich zu Verzögerungen. Wir müssen die Abfahrt der Fähre GIROLATA in Marseille um 19 Uhr schaffen. Auto-Passagiere sollen spätestens 17 Uhr im Hafen sein – unmöglich für uns. Wird es trotzdem klappen?

Obwohl wir nicht das erste Mal in Marseille sind, so fällt uns dennoch sofort wieder die recht schlechte Beschilderung zu den Fährterminals auf. Jemand, der sich hier gar nicht auskennt oder kein Navi hat, ist aufgeschmissen.

IFWir kommen deutlich nach 17 Uhr an. In Marseille ist um diese Uhrzeit Rush Hour. Trotzdem ist es kein Problem, die Buchung verfällt nicht, wir werden nicht in die Warteliste zurückgestuft. Das Einchecken bei La Méridionale erfolgt unproblematisch direkt am Fahrzeug. So stehen wir bald im oberen Fahrzeugdeck des als ARETOUSA für Mionan Lines erbauten Schiffes. Die 1995 in Norwegen gebaute rund 177 Meter lange und 27 Meter breite Fähre war der erste Neubau für die griechische Mionan Lines, wo sie von 1995 bis 2001 in Diensten stand. Ursprünglich für 1500 Passagiere ausgelegt, lässt sie La Méridionale mit erheblich verringerter Passagierkapazität fahren.

Die Vergangenheit ist dem Schiff an vielen Stellen anzusehen. Die Poollandschaft auf dem hinteren Sonnendeck ist zwar verschwunden, dennoch ist noch viel „griechischer Stil“ erkennbar.

IFDas gastronomische Angebot umfasst eine Cafeteria sowie ein á la carte Restaurant mit Tischbedienung. Mit italienischen Fähren kann man nicht mithalten, was bereits in den letzten Jahren auch bei SNCM aufgefallen ist. Ein Shop ist überhaupt nicht vorhanden, dafür verschiedene Automaten. Das Kino ist geschlossen. Wer keine Kabine gebucht hat, findet in Liegesesseln Ruhe.

Die Fähre war mit zahlreichen Bars ausgestattet, von denen La Méridionale während dieser Überfahrt nur zwei geöffnet haben. Die Außenbar (Bar Lido) des Sonnendecks öffnet noch einmal zwischen 22 und 23 Uhr – in diesem Zeitraum wiederum ist die große Centerbar (Bar Principal) geschlossen.

IFDer herrliche Sonnenuntergang lässt sich sehr schön vom Sonnendeck aus betrachten.

Ein bisschen sieht man der GIROLATA ihre 20 Jahre an, sei es in den Kabinen oder an Deck. Im Duschraum fehlen viele Fliesen und die aus meiner Sicht unnötige Installation von Radios in den Kabinen solcher Schiffe lässt die Installation nach einigen Jahren unansehnlich aussehen, sofern nicht ständig repariert wird. Die Passagiere bekommen meist alles kaputt, so auch hier. Drehknöpfe sind abgerissen und fehlen.

Schlaf an Bord zu finden ist für uns kein Problem, auch wenn das Schiff recht laut ist. Es fährt allerdings auch schnell, um die Überfahrt von Marseille nach Ajaccio in der vorgegebenen Zeit zu schaffen.

IFKorsika empfängt uns am folgenden Tag mit tief hängenden Wolken. Es ist zwar warm, aber sieht rein optisch eher nach Norwegen aus. Mit der QUEEN VICTORIA liegt an diesem Tag ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen der Geburtstadt Napoleon Bonapartes. Die GIROLATA ist etwas früher da als im Fahrplan angegeben. Früher von Bord geht es trotzdem nicht. Noch rund 20 Minuten müssen die Passagiere auf den oberen Decks warten, ehe sie zu ihren Fahrzeugen dürfen.

Dann aber liegt die GIROLATA hinter und Korsika vor uns…! Später im korsischen Bergland lacht dann auch die Sonne vom Himmel.

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

         

 

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