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Mit BLUE MERMAID von Tsugaru Kaikyo Ferry von Aomori nach Hakodate

28.06.2015 • Ferry Crossings, Japan, Japan, Roadtrip Japan, Seereisen, Travel Blog, Videos Ferry · Fährfahrten, Videos Japan


Weit mehr als 100 Jahre gibt es schon Fährverkehr über die Straße von Tsuruga, zwischen Aomori im Süden und Hakodate im Norden. Seikan Ferry betreibt vier Schiffe, Tsugaru Kaikyo Ferry fünf Schiffe, davon vier zwischen Aomori und Hakodate sowie eins zwischen Oma und Hakodate. Ich reiste auf der neusten Fähre, der BLUE MERMAID, die am 16. April 2014 in Dienst gestellt wurde.

 

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DSC01016Das Ticket für die Überfahrt hatte ich mir bereits vor Beginn der Reise nach Japan besorgt. Mit ihm ging ich am Tage der Überfahrt – ich war für die 10.00 Uhr Abfahrt eingebucht – in das Terminalgebäude von Tsugaru Kaikyo Ferry und erhielt die nötigen Unterlagen für die Reise. Gleichzeitig erhielt ich einen Platz und Zugang zu einem Ruhesessel. Ich verstand leider nicht so ganz, warum. Möglicherweise ist ein solcher Platz oder eine Kabine bzw. Dormitory obligatorisch.

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Die BLUE MERMAID ist das jüngste Schiff der Flotte von Tsugaru Kaikyo Ferry. Sie ist 143,58 Meter lang, 23 Meter breit, kann 583 Passagiere befördern und läuft rund 20 Knoten. Etwa 70 LKW’s oder 230 Autos finden an Bord Platz.

DSC01033Tsugaru Kaikyo Ferry vermarktet die Reisen mit diesem Schiff als „casual cruise“. Dieser Begriff ist im Asiatischen weitaus bekannter als bei uns. Vielleicht macht der Begriff „bessere Fähre“ mehr Sinn, wobei ich den Unterschied zu anderen (Nacht-) Fähren nicht erkennen konnte. Sei es drum, ich ging nun auf „casual cruise“ von Aomori nach Hakodate!

Die Abfahrt des Schiffes war pünktlich. Ich habe während meiner zahlreichen Besuche japanischer Häfen samt Fähren nur ein einziges Schiff erlebt, dass 20 Minuten verspätet abfuhr. Das auch nur, weil es auf einen offenbar wichtigen LKW warten musste.

Die BLUE MERMAID machte einen sehr gepflegten und neuen Eindruck, was angesichts des Datums der Indienststellung nicht wundert. Der gebuchte Ruhesessel befand sich vorne mit Blick voraus. Panoramafenster gab es hier jedoch nicht, so dass man sich wiederum etwas in seinem Sessel bewegen muss, will man Meerblick haben.

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3 Stunden und 40 Minuten dauert die Überfahrt. An Bord gibt es neben Kabinen auch mehrere sogenannte Dormitories, also größere Räume, auf deren Böden man sich legen kann. Dieses ist auf europäischen und amerikanischen Fähren völlig unbekannt.

DSC00090Meine Tour durch das Schiff verblüffte mich mehr als einmal. Zunächst erschienen mir die Fahrgasteinrichtungen eher klein. Es gibt einen Shop, der doch ist der Information angegliedert. Gastronomie wie wir sie kennen gibt es gar nicht. Vergeblich suchte ich eine Cafeteria. Stattdessen stehen im Bereich der Information Vending Machines. Aus ihnen zieht man sich z. B. Fertigsuppen oder andere Gerichte. Mehrere Mikrowellen im gleichen Bereich stehen schließlich zur Erwärmung der Fertigprodukte zur Verfügung. Da ich nicht glauben wollte, dass es überhaupt kein Catering an Bord gibt, lief ich extra noch einmal das Deck ab, vielleicht war das Restaurant ja einfach nur gerade geschlossen. Doch nein! Das gastronomische Angebot beschränkte sich voll und ganz auf die Automaten.

DSC00091Das Schiff verfügt über ein Fahrgastdeck sowie ein darüber liegendes Deck, auf dem Kabinen zu finden sind. Natürlich verfügt das Schiff nicht über viele Kabinen, dafür ist die Überfahrtsdauer zu kurz. Aber wer möchte, kann sich dort einbuchen.

Auf dem Weg von Aomori nach Hakodate kann man Delfine sehen, vor allem im Frühjahr. Ansonsten verläuft die Überfahrt recht unspektakulär. Der Ruhesessel, mit dem zunächst nicht viel anfangen konnte, machte sich später als Rückzugsort bezahlt.

DSC01159Die BLUE MERMAID bietet laut Aussage der Reederei also „casual cruises“ und verzichtet dabei völlig auf jegliches Catering, nimmt man einmal die Automaten aus. Als ich von Bord der Fähre ging war etwas klarer, was „casual cruise“ bedeutet. Lässig und leger ging es auf jeden Fall zu.

 

 

         

 

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