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ICHNUSA & GIRAGLIA: Zwischen Korsika und Sardinien mit der Fähre

17/11/2017 • Seereisen, Travel Blog, Travel Reports

Von einer der beeindruckendsten Städte Korsikas, Bonifacio, bieten zwei Fährreedereien mit jeweils einem Schiff die Überfahrt nach Santa Teresa Di Gallura auf Sardinien an. Dabei ergänzen sie sich, so dass man mehrfach pro Tag zwischen beiden Inseln übersetzen kann.

IFZum einen bietet die Reederei Blu Navy mit ihrer ICHNUSA mehrfach Fahrten zwischen beiden Orten an. Das Schiff wurde 1986 für Tirrenia in Dienst gestellt und pendelt seitdem über die Meerenge zwischen den Inseln. Das Schiff ist mit seinen rund 64 Metern Länge recht kompakt, für die beiden recht engen Häfen aber perfekt. Beladen wird nur über das Heck. An Bord finden sich viele Sitzplätze im Innen- wie Außenbereich, dazu ein kleines Bistro. War das Schiff ab 1988 für Saremar unterwegs, wird es heute von Blu Navy eingesetzt.

IFDer „Kollege“ auf der Strecke heißt GIRAGLIA und wird von Moby Lines betrieben. Das Schiff ist älter und schon seit 1981 unterwegs. Es ist rund 74 Meter lang und im Prinzip genauso aufgebaut wie die ICHNUSA. Auch hier dominiert ein großer Innenraum mit vielen Sitzplätzen, auch hier bietet eine Art Kiosk diverse Snacks an.

IMAG1329Die Überfahrt zwischen beiden Häfen ist vor allem im Bereich Bonifacio spektakulär, denn der Fähranleger liegt zwischen den Felsen im Bereich des Naturhafens, der sich recht tief bis in die „untere“ Stadt hineinzieht. Ganz so weit fahren die Fähren zwar nicht, dennoch sind die Ausblicke zu beiden Seiten sehenswert. Dazu kommt in Bonifacio recht starker Ausflugs- und Freizeitverkehr; viele Yachten fahren ein und aus oder sind in der Stadt festgemacht.

Besonders interessant ist die Anfahrt zum Fährterminal in Bonifacio, denn zunächst geht es nach oben. Teile der Stadt liegen auf einem Hochplateau, auf das man zwar nicht ganz hoch muss, um zur Fähre zu gelangen, einem jedoch einen guten Eindruck der Stadtanlage gibt.

IFAuf der anderen Seite der Meerenge ist Santa Teresa Di Gallura zwar nicht ganz so spektakulär, dennoch sehenswert, denn auch hier fährt man in eine Art Fjord hinein, in dessen oberen Verlauf die Fähranlage steht. Größter Unterschied zwischen beiden Terminals ist übrigens die Überwachung. In Santa Teresa Di Gallura mischt stets die Polizei mit, während man in Bonifacio davon nichts sieht. Auf italienischer Seite wird gar jedes Auto vor dem Anbordfahren nochmal angehalten und die Ausweispapiere geprüft. Manchmal kann es auch sein, dass Fragen zu beantworten sind. Auf französischer Seite dagegen geht lediglich ein Mitarbeiter der Reederei von Auto zu Auto und scannt die Tickets zwecks Boarding ein.

IFEs ist zu beachten, dass es sich hierbei zwar um eine recht kleine Fährlinie handelt, sie aufgrund des grenzüberschreitenden Verkehrs jedoch unter ISPS-Bedingungen operiert. Ausweispapiere sind deshalb obligatorisch, was aber mittlerweile auch auf inneritalienischen Routen notwendig ist.

Beide Videos geben jeweils Eindrücke der Hin- und Rückfahrt.

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